2.11.09

Blog dankt und siniert

Liebe wenige Leser,

ich bin ob eurer aufmunternden Kommentare anlässlich meines einjährigen Geburtstages zutiefst berührt. Es geht mir nicht gut, das wisst ihr. Ich vertrockne zusehends. Doch danke eurer wundervollen, von Herzen kommenden, zu Tränen rührenden Kommentare sehe ich nun wieder Licht am Ende des Tunnels.

In meinen schwärzesten Momenten denke ich manchmal, dass das Netz wie ein sich bis in alle Ewigkeit ausdehnendes Universum ist, in dem jeder immer einsamer wird.

Doch ist das Netz wirklich wie das Universum? Im Universum bleibt die Gesamtmasse gleich. Im Netz scheint sie sich auszudehnen, mit jedem Wort, das geschrieben wird.
  • Gibt es das Masse-Equilibrium auch bezüglich des Netzes?
  • Wird die Atomwelt kleiner, während das Netz wächst?
  • Sind Gedanken Masse in Form von Energie?
  • Wird Gedankenenergie und damit Universumsmasse beim Befüllen des Netzes verpixelt?
  • Verwandeln wir damit Atome zusehends in Bits?
  • Bedeutet Bloggen, die Welt Atom für Atom in Bits zu verwandeln?
  • Bauen wir damit die "Welt da draußen" ab?
Eins macht Hoffnung: Im Universum gibt es zwar viel Nichts, aber auch viele loyale Gebilde. Wenn das Netz genauso funktioniert, dann driften wir vielleicht doch nicht auseinander in die Weiten des Webs, sondern finden zusammen wie Sonnensysteme, Sternenhaufen, Cluster und Supercluster. Bei dem Gedanken wird mir ganz warm.

Danke, liebe Besucher von den anderen Sternen. Danke!

Shrip is not alone.

14.10.09

Einsames Blog feiert alleine Geburtstag

Traurig, aber wahr: Shrip's Inn hatte Geburtstag, und keiner hat's bemerkt. Selbst Shrip nicht. Shrip's Inn ist aber auch selbst Schuld. Es passiert ja kaum mehr was. Dabei hatte alles so vielversprechend angefangen:

Bonjour, liebe Leserinnen und Leser!

Isch abe grade ein klein Seite gebastelt über die Brötchen aus Berlin. Ein sehr wischtisch Sache, und isch offe Sie Vergnügen zu bereiten mit die lecture.

Bitte machen Sie mit bei mein klein wissenschaftlich Studie unten rechts.

Merci!

Le Shrippe

So begann alles am 7.10.2008. Nur 117 Posts später, nach kontinuierlich sinkender Frequenz, haben sich die meisten Leser abgewandt. Zurecht: Wo nichts steht, da steht nichts.

Der Grund sind die Brötchen, die zur Finanzierung von Shrip's Inn verdient werden müssen. Welch' Ironie des Schicksals! Welche krude Logik! Was für ein Fuchs ist doch das Leben, wenn es Shrip diesen Streich spielt: Dass sie um der Brötchen willen Shrip's Inn vernachlässigt.

Aber so ist es, genau so. Shrip geht anschaffen. Jetzt ist es raus.

Bloggen an sich bringt eben keine Brötchen.

25.9.09

Das Wetter


Gefühlte Aubergine: 27 Grad. Tomatenstand: 18 Meter. Basilikumsituation: Wechselhaft.

22.9.09

Beautifully superfluous!

Kleiner Leckerbissen vom
Music Hack Day am Sonntag in Berlin:

Das Xylobot, ein Arduino-gesteuertes Xylophon, dass man nicht nur mit dem Blinkeding im Video, sondern auch mit einem IPhone bedienen kann - ferngesteuert über Touchpad oder Gesang.


Xylophonspieler, zittert, denn Ihr habt ausgedient!!!

xylobot run by monome from robb on Vimeo.


Was ich noch auf dem Music Hack Day gelernt habe:
"Nerds" befinden sich in der Schnittmenge von Intelligenz und sozialer Inkompetenz. "Geeks" befinden sich in der Schnittmenge von Leidenschaft und Intelligenz (Auf dem Hack Day waren natürlich nur Geeks).

Was ich schon vorher wusste:
Je überflüssiger, desto schöner, desto Kunst!

18.9.09

Wo die Schrippe schlüpft

Ein seltenes Phänomen lässt sich derzeit an der Südwestspitze Europas beobachten: Die Schrippenwanderung.

Am Strand geschlüpft, tapsen die Jungschrippen Richtung Meer, wo ihre Reise zur Spree beginnt. Gleich am Strand lauern zahlreiche Gefahren: Einige der kleinen Brötchen macht die Sonne platt, sie müssen hungrige Strandlanger fürchten und so manche scheitert bereits an der komplexen Unterscheidung Meer-Strand (siehe Bild).

Der größte Feind der Kleinschrippe erwartet sie jedoch vor den Küsten Frankreichs: Das Tiefseebaguette. Würden die Bestände des Tiefseebaguette nicht durch die Boulanger-Fischer im Zaum gehalten, wäre es wohl aus mit der Berliner Schrippe.


Das Tiefseebaguette ist der natürliche Feind der Jungschrippe